pünktlich zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2008 ist es erschienen:
Peter Ullrich:
Die Linke, Israel und Palästina. Nahostdiskurse in Großbritannien und Deutschland, Berlin: Dietz, ISBN 978-3-320-02156-6, € 19,90.

Die Debatte um das Thema „Die Linke und der Nahostkonflikt“ erhitzt seit Jahren die deutschen Gemüter. In der Diskussion wird immer wieder auf „typisch deutsche“ Bedingungen, Ideen und nicht zuletzt Verdrängungen der Vergangenheit verwiesen.
Mit diesem Band wird erstmals eine Studie vorgelegt, die diesen Fragen wirklich auf den Grund geht, indem sie die linken Nahost- und Antisemitismusdiskussionen in verschiedenen Ländern untersucht. Im Vergleich des linken Umgangs mit dem Nahostkonflikt in der Bundesrepublik und Großbritannien zeigt sich, dass zum Verständnis der deutschen Besonderheiten tatsächlich die Erinnerung an die NS-Zeit einen entscheidenden Schlüssel liefert.
Doch diese Nachwirkungen der deutschen Geschichte haben paradoxe Folgen: sie produzieren einerseits extreme Identifikationen mit den nahöstlichen Konfliktparteien (Israelis oder Palästinensern) und damit eine aggressive innerlinke Auseinandersetzung.
Andererseits stellt dieser konflikthafte deutsche Diskurs den Ausgangspunkt für einen kollektiven Lernprozess und damit für eine vergleichsweise komplexe Wahrnehmung des israelisch-palästinensischen Konflikts dar.
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